Erziehungswissenschaften studieren
Erziehungswissenschaften: passende Studiengänge
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Erziehungswissenschaften
Jeder Mensch wird durch die Erziehung stark geprägt, die ihm seitens der Eltern, der Lehrer oder anderer Bezugspersonen in der Kindheit und Jugend zuteilwird. Die allgemeinen Erziehungswissenschaften beschäftigen sich mit der Entwicklung, die einzelne Individuen vom Kleinkind bis hin zum späteren eigenverantwortlichen Leben als Erwachsener nehmen.
Die Studierenden erforschen, wie die Erziehung im elterlichen Haushalt sowie im schulischen Umfeld Kinder und Jugendliche beeinflusst. Dennoch werden Erziehungswissenschaftler später keine Lehrer, da sie sich mehr mit der Erziehung und dem Lernen an sich in Theorie und Praxis beschäftigen, statt mit der Vermittlung von Wissen
Inhalte im Studium
An diesen Inhalten sollten Sie ein persönliches Interesse mitbringen, damit Ihnen das Studium möglichst gut gelingt.
Psychologie
Soziale Arbeit
Pädagogik
Sozialwissenschaften
Für wen ist ein Studium Erziehungswissenschaften geeignet?
Sozialwissenschaften 75% Psychologie 85% Pädagogik 90%Jedes Jahr starten mehrere tausend Studienanfänger mit den Erziehungswissenschaften durch. Davon sind 75 Prozent Frauen. Allerdings ist auch die Abbrecherquote hoch – fast jeder dritte Studierende führt sein Studium der Erziehungswissenschaften nicht zu Ende. Dies mag häufig falschen Erwartungen geschuldet sein. Bei den allgemeinen Erziehungswissenschaften handelt es sich um ein forschungsorientiertes Studium und weniger um eine praxisnahe Ausbildung. Wer später zum Beispiel aktiv mit Kindern arbeiten möchte, ist beispielsweise mit dem Studium „Soziale Arbeit“ an einer Fachhochschule besser bedient.
Der Studiengang Allgemeine Erziehungswissenschaften eignet sich für Studieninteressierte, die gerne mit Menschen arbeiten und über eine hohe Sozialkompetenz verfügen. Gleichzeitig sollte allerdings auch ein gewisses Interesse am methodischen und wissenschaftlichen Arbeitenvorhanden sein, denn die Forschung hat eine große Bedeutung für dieses Studium. Sinnvoll sind außerdem gute Englischkenntnisse, da die Studierenden nicht nur mit fremdsprachiger Fachliteratur konfrontiert werden, sondern teilweise auch ein Auslandspraktikum oder -semester absolvieren.
Wichtig: Die meisten Studiengänge im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaften erfordern sehr gute Noten von den Studieninteressierten, da häufig ein Numerus Clausus zwischen 1,5 und 3,2 besteht.
Welche Studieninhalte erwarten mich?
Das Studium der allgemeinen Erziehungswissenschaften unterteilt sich in der Regel in das Studium des Kernfachs und in die spätere Vertiefung. Die Studierenden erhalten zunächst eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und die richtige Kommunikation. Daran schließen sich grundlegende Module aus dem Bereich der Erziehungswissenschaften an, beispielsweise:
- professionelles pädagogisches Handeln
- lebenslanges Lernen
- Sonderpädagogik
- erziehungswissenschaftliche Forschung
- Erziehung, Bildung und Gesellschaft
In Deutschland gibt es zahlreiche Studienangebote im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaften. Deshalb variieren an den Standorten die verfügbaren Vertiefungsrichtungen sehr stark. Studieninteressierte sollten sich deshalb im Vorfeld genau informieren, welche Schwerpunkte ihnen in ihrem Einzugsgebiet zur Verfügung stehen. Möglich sind beispielsweise diese Spezialisierungen:
- Sozialpädagogik
- Sonderpädagogik
- lebenslanges Lernen und Medienbildung
- Erwachsenenbildung
- frühe Kindheit
- Medienpädagogik
Üblicherweise absolvieren die Studierenden während ihres Studiums der Allgemeinen Erziehungswissenschaften eines oder mehrere Praktika oder Praxissemester. Dies variiert jedoch wiederum von Universität zu Universität.
https://www.youtube.com/watch?v=OVN-mvDAccYStudiengänge Erziehungswissenschaften
Allgemeine Erziehungswissenschaften sind ein typisch universitäres Studienfach. Die pädagogischen Hochschulen bieten hierbei die größte Auswahl an Studienschwerpunkten. Es lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Studienangebote in Hinblick auf die Konzeption, den Aufbau, die Inhalte und die möglichen Vertiefungsrichtungen.
Karriere und Gehalt mit einem Erziehungswissenschaften Studium
Den Absolventen und Absolventinnen eines allgemeinen erziehungswissenschaftlichen stehen breitgefächerte Karrieremöglichkeiten offen. Sie können in unterschiedlichsten Betrieben tätig werden:
- Kindertagesstätten und vorschulische Einrichtungen
- pädagogische Einrichtungen (z. B. Jugendzentren)
- Erholungs- und Sportzentren
- Einrichtungen der Altenpädagogik
- kirchliche Träger
- Gewerkschaften und Verbände
- Parteien
- Erwachsenenbildung
- betriebliches Ausbildungswesen
Eines muss aber auch realistisch betrachtet werden: Allgemeine Erziehungswissenschaftler haben viel Konkurrenz durch die Absolventen anderer Studiengänge wie Pädagogik oder Soziale Arbeit (FH), insbesondere wenn sie eine Tätigkeit abseits des Schreibtischs der Forschungsarbeit vorziehen. Letztere haben in diesen Bereichen durch ihre praxisorientierte Ausbildung häufig einen Vorteil.
Für Erziehungswissenschaftler/-innen gehören befristete Arbeitsverträge oft zur Tagesordnung. Durchgängige Karrieren sind hier eher selten, stattdessen müssen sich die Absolventen und Absolventinnen im Laufe ihres Berufslebens auf vermehrte Stellenwechsel einstellen. Ein Masterabschluss verbessert ihre Berufschancen, insbesondere im öffentlichen Dienst und in leitenden Positionen.
Das Gehalt von Erziehungswissenschaftlern schwankt mit der Breite der Einsatzmöglichkeiten. Im öffentlichen Dienst können sie mit einem Masterabschluss zwischen 3.000 und 4.700 Euro im Monat verdienen. Das Einstiegsgehalt liegt jedoch gewöhnlich eher bei rund 2.100 bis 2.500 Euro monatlich.
Entstehen besondere Kosten in den Erziehungswissenschaften-Studiengängen?
Das Studium der Erziehungswissenschaften an sich bringt keine zusätzlichen Kosten mit sich, die über das normale Maß hinausgehen. Wer diesen Weg einschlägt, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass das Bachelorstudium lediglich einen Einstieg darstellt. Wer später eine verantwortungsvolle Position erlangen möchte, sollte in finanzieller Hinsicht von vornherein das Masterstudium einplanen. Auch danach sind häufig noch weitere Fortbildungen notwendig. Für die Arbeit als Psychotherapeut beispielsweise ist zusätzlich eine dreijährige Vollzeitausbildung zu absolvieren, die Kosten von mindestens 15.000 Euro verursacht.