Gesellschaft & Soziales
Angewandte Sozialwissenschaften (BIG)
Hochschule Bielefeld · Bielefeld
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Berufe & Zukunft
Wohin das Studienfeld Soziologie, Sozialwissenschaft typischerweise führt – Gehalt, Zukunftssicherheit und Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe, auf Basis amtlicher Daten der Bundesagentur für Arbeit und des IAB.
Wohin dieses Studienfeld typischerweise führt – und was man dort verdient. Grundlage sind 1 typische Zielberufe aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Studium und Beruf sind kein 1:1-Verhältnis, deshalb zeigen wir eine Spanne über mehrere Wege statt einer Einzelprognose.
Median brutto/Monat je Phase über die typischen Zielberufe. „Oberes Viertel" = oberes Gehaltsquartil (erfahrene Kräfte). Die amtlichen Werte sind an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt – echte Führungs- und Vorstandsgehälter liegen darüber und sind hier nicht enthalten.
Substituierbarkeitspotenzial nach IAB über die Zielberufe. Das misst die technische Automatisierbarkeit von Tätigkeiten – keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat je Beruf; Substituierbarkeit: IAB), Stand: 07/2026. Wir zeigen 3–5 typische Zielberufe als Spanne, nie „den" einen Beruf – ein Studienfeld führt in unterschiedliche Tätigkeiten.
Wie sich der Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe entwickelt – offene Stellen, Gehalt und Beschäftigung im Zeitverlauf, dazu die prägenden Themen. Grundlage ist der IAB-Job-Futuromat.
Themen, die die typischen Zielberufe prägen – als Orientierung, worauf das Studienfeld inhaltlich vorbereitet.
Quelle: IAB-Job-Futuromat (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Stand: 2024. Die Verlaufs-Kacheln zeigen je einen benannten typischen Zielberuf, nie berufsübergreifend gemischte Zeitreihen.
Inhaltlich oder im Abschluss verwandt – nach Ähnlichkeit sortiert.
Bachelor73 % ähnlichUniversität Erfurt
6 Semester
Sozialwissenschaften ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Fachbereichen wie Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft oder Psychologie. Es handelt sich dabei aber auch um einen eigenständigen Studienbereich, der meist interdisziplinär angelegt ist. Die Sozialwissenschaften vereinen kein einheitliches Studienprofil. Vielmehr legt hier jede Hochschule sehr individuelle Schwerpunkte, weshalb ein Vergleich der Lehrpläne für Studieninteressierte vor der Entscheidung für eine Hochschule obligatorisch sein sollte.
Zu Beginn ihres Studiums beschäftigen sich die Studierenden mit den Basismethoden der empirischen Sozialforschung und in diesem Zusammenhang insbesondere mit der Statistik. Aufgrund der Vielfalt der Sozialwissenschaften sehen die meisten Studiengänge eine Spezialisierung im Vertiefungsstudium vor, beispielsweise auf die Industrie- und Betriebssoziologie, die Friedens- und Konfliktforschung oder auf die Jugend-, Familien- und Bildungssoziologie.
Studiengänge, die sich interdisziplinär mit mehreren Bereichen der Sozialwissenschaften auseinandersetzen, gibt es seit den 1980er Jahren an deutschen Hochschulen. Sozialwissenschaftliche Studiengänge, die eine Vertiefung in einem der Teilbereiche des Fachbereichs darstellen, bestehen bereits deutlich länger.
An diesen Inhalten sollten Sie ein persönliches Interesse mitbringen, damit Ihnen das Studium möglichst gut gelingt.
Wer Sozialwissenschaften studieren möchte, sollte bereit sein, sich kritisch mit verschiedensten Vorgängen in der Gesellschaft und im sozialen Bereich auseinanderzusetzen. Viele angehende Sozialwissenschaftler haben zudem das Bedürfnis, die Welt zu verändern und dafür auch große Teile ihrer Freizeit zu investieren. Wer jedoch in diesem Bereich langfristig erfolgreich sein und sich nicht selbst für andere aufopfern möchte, sollte zwischen Arbeit und Privatem strikt trennen und eine gewisse Distanz zu den Betroffenen wahren können. Analytisches Denken, Empathie, ein gutes Einfühlungsvermögen sowie Talent für den Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen sind nützliche Eigenschaften für angehende Sozialwissenschaftler / Sozialwissenschaftlerinnen.
Im Fachbereich Sozialwissenschaften bieten sich den Studierenden vielfältige Möglichkeiten für ein Studium an einer Fachhochschule oder an einer Universität. Die meisten größeren Hochschulen unterhalten einen entsprechenden Fachbereich. Am Markt gibt es außerdem berufsbegleitende Angebote, Fernstudiengänge sowie duale Studiengänge, die beispielsweise parallel auf die staatliche Anerkennung als Erzieher vorbereiten oder erste Berufserfahrung vermitteln.
Wie vielfältig der Bereich der Sozialwissenschaften ist, zeigt sich an der Vielfalt der angebotenen Studiengänge. Die Interessierten können aus über 200 unterschiedlichen Studienangeboten wählen. Hierzu zählen beispielsweise diese Bachelor-Studiengänge:
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, aufbauend auf einem sozialwissenschaftlichen Bachelor-Studium im Rahmen eines Masterstudiums eine Spezialisierung zu erwerben, beispielsweise in den Bereichen „Angewandte Familienwissenschaften“, „Friedens- und Konfliktforschung“, „Humanitäre Hilfe“ oder „Kriminologie“.
https://www.youtube.com/watch?v=ND_VGhock78Das Angebot an sozialpolitischen Studiengängen ist in Deutschland eher gering, ebenso wie die Anzahl der zugelassenen Studenten und Studentinnen.
Bei Sozialwissenschaftlern / Sozialwissenschaftlerinnen gibt es sehr große Spannen in Hinblick auf den Verdienst. Je nach Branche und Verantwortung der Position beläuft sich das Einstiegsgehalt auf etwa 2.400 bis 3.000 Euro. Universitätsabsolventen/-innen verdienen tendenziell besser als Sozialwissenschaftler / Sozialwissenschaftlerinnen mit FH-Abschluss. Im Laufe der Zeit kann das Einkommen auf bis zu 4.500 Euro ansteigen. Es gibt allerdings bei diesem Berufsbild sehr viele Absolventen und Absolventinnen, deren Verdienst dauerhaft unter dem Durchschnitt bleibt. Dies ist auf den Personalüberhang im Bereich der Sozialwissenschaften zurückzuführen.
Befragt man Sozialwissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen nach ihrem Selbstbild in der Gesellschaft, so ergibt sich ein sehr durchwachsenes Bild. Viele sind der Überzeugung, keinen guten Ruf zu haben. Studien zeigen hingegen, dass sie ein sehr hohes Ansehen genießen und ihr Dienst an der Allgemeinheit durchaus geschätzt wird.
Es gibt kein festes Berufsbild, das mit dem Fachbereich der Sozialwissenschaften verknüpft wäre. Vielmehr haben die Absolventen / Absolventinnen der interdisziplinär ausgerichteten Studiengänge verschiedenste Orientierungsmöglichkeiten. Häufig arbeiten sie in der Forschung an Hochschulen sowie in Verlagen und bei Medien. Auch Markt- und Meinungsforschungsinstitute sowie Werbeagenturen stellen gerne Sozialwissenschaftler / Sozialwissenschaftlerinnen ein. Zusätzlich kommen sie in der öffentlichen Verwaltung, im Personalwesen, in Verbänden oder in der Weiterbildung unter. Der Arbeitsmarkt im Bereich der Sozialwissenschaften entwickelt sich insgesamt positiv – es werden immer mehr Akademiker eingestellt. Angesichts der hohen Absolventenzahlen gibt es allerdings immer noch einen deutlichen Überhang an qualifizierten Arbeitnehmern. Das landläufige Klischee von der „brotlosen Kunst“ trifft im angenommenen Maße nicht zu. Es lässt sich aber nicht leugnen, dass längst nicht jeder Absolvent / jede Absolventin den geplanten Karrierepfad beschreiten kann.
In politikwissenschaftlichen Studiengängen wird den Studierenden gewöhnlich bereits zu Beginn nahegelegt, mindestens eine überregionale Zeitung regelmäßig zu lesen und zu abonnieren. Für ein Jahres-Abonnement muss mit Kosten von etwa 20 bis 30 Euro pro Monat gerechnet werden.