Technik & Ingenieurwesen
Luft- und Raumfahrttechnik - Luft- und Raumfahrtelektronik Bachelor of Engineering
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Berufe & Zukunft
Wohin das Studienfeld Luft-, Raumfahrttechnik typischerweise führt – Gehalt, Zukunftssicherheit und Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe, auf Basis amtlicher Daten der Bundesagentur für Arbeit und des IAB.
Was verdient man mit diesem Studienfeld? Wir stützen uns auf die amtlichen Median-Gehälter von 1 typischen Zielberufen (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit) und weisen sie als ehrliche Spanne aus – denn ein Studium mündet selten in genau einen Beruf.
Substituierbarkeitspotenzial nach IAB über die Zielberufe. Das misst die technische Automatisierbarkeit von Tätigkeiten – keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat je Beruf; Substituierbarkeit: IAB), Stand: 07/2026. Wir zeigen 3–5 typische Zielberufe als Spanne, nie „den" einen Beruf – ein Studienfeld führt in unterschiedliche Tätigkeiten.
Nachfrage, Gehaltsverlauf und Beschäftigung der typischen Zielberufe, abgeleitet aus den amtlichen Zeitreihen des IAB-Job-Futuromat – plus die Technologien und Tätigkeiten, die den Beruf prägen.
Themen, die die typischen Zielberufe prägen – als Orientierung, worauf das Studienfeld inhaltlich vorbereitet. „Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit (IAB), keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: IAB-Job-Futuromat (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Stand: 2024. Die Verlaufs-Kacheln zeigen je einen benannten typischen Zielberuf, nie berufsübergreifend gemischte Zeitreihen.
Inhaltlich oder im Abschluss verwandt – nach Ähnlichkeit sortiert.
Master59 % ähnlichDer Weltraum fasziniert den Menschen bereits seit Menschengedenken. Jedes Jahr werden Milliarden in die Erforschung der Luft- und Raumfahrttechnik investiert. Wer im Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik studiert, bereitet sich darauf vor, später in der Entwicklung von Flugzeugen, Hubschrauber, Satelliten und auch Raumfahrzeugen sowie deren Wartung und Betrieb tätig zu sein.
Luft- und Raumfahrtingenieurinnen und -ingenieure sind ständig bestrebt, die Aerodynamik der Fluggeräte zu verbessern, deren Luftwiderstand zu verringern und neue Antriebsmöglichkeiten zu finden, durch die die Luft- und Raumfahrt effizienter und bezahlbarer wird.
Das Grundstudium in diesem Fachbereich ähnelt in vielen Zügen dem Maschinenbau-Studium. Neben den klassischen Naturwissenschaften wie Mathematik, Chemie und Physik stehen hier auch Fächer wie Elektrotechnik, Konstruktionslehre, EDV, Mechanik, Thermodynamik, Werkstoffkunde und Messtechnik auf dem Plan. Im Hauptstudium folgt schließlich die Spezialisierung auf den Bereich der Luft- und Raumfahrt. Die Studierenden beschäftigen sich dann beispielsweise mit Themen wie Flugmechanik, Flugzeugelektronik, Strömungslehre sowie Fahrzeug- und Triebwerkbau. Mit dazu gehört die Arbeit in Windkanälen oder Flugsimulatoren, um auch praktische Studienanteile realisieren zu können.
Die Raumfahrt spielt bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Spätestens seit während des Zweiten Weltkriegs stark in den Bereich investiert wurde, begann eine internationale Jagd um die Spitze im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik. Viele Fakultäten für Luft- und Raumfahrttechnik bildeten sich kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bis heute handelt es sich um einen hochinnovativen Forschungsbereich, der ständigen Änderungen unterliegt.
An diesen Inhalten sollten Sie ein persönliches Interesse mitbringen, damit Ihnen das Studium möglichst gut gelingt.
Studieninteressierte, die im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik studieren möchten, benötigen ein ausgeprägtes Interesse an Technik und naturwissenschaftlichen Themenstellungen. Insbesondere Mathematik und Physik sind im Studium sehr präsent. Sehr gute Englischkenntnisse sollten unbedingt erforderlich sein, da ein Großteil der Fachliteratur in diesem Bereich nur englischsprachig verfügbar ist. Eine gute räumliche Vorstellungskraft, logisches Denkvermögen, Neugierde und Aufgeschlossenheit sind nützliche Fähigkeiten für angehende Luft- und Raumfahrtingenieure/-innen.
Es gibt in Deutschland nur wenige Studienangebote an Universitäten und Fachhochschulen, bei denen es sich um einen eigenständigen Studiengang ab dem ersten Semester handelt. Meist werden stattdessen Studiengänge angeboten, die zwar mit demselben Abschluss enden, bei denen allerdings das Grundstudium mit dem Maschinenbau-Studium identisch ist. Hinzu kommt eine Vielzahl von Studienangeboten, bei denen die Luft- und Raumfahrttechnik lediglich als Schwerpunkt oder Vertiefungsrichtung dient. In dualen Studiengängen erwerben die Studierenden zusätzlich zum Bachelorabschluss erste Berufserfahrung oder einen Berufsabschluss als Industriemechaniker/-in oder in einem anderen technischen Beruf. Berufsbegleitende Studiengänge und Fernstudienangebote sind am Markt ebenso verfügbar.
Verglichen mit anderen Fachbereichen hält die Luft- und Raumfahrttechnik nur relativ wenige Vertiefungsrichtungen bereit. Eine kleine Auswahl an möglichen Studienangeboten:
Luft- und Raumfahrtingenieure/-innen gehören zu den am besten bezahlten Ingenieurberufen. Die Absolventen / Absolventinnen beginnen nach ihrem Studium bereits mit einem Einstiegsgehalt zwischen 38.000 und 53.000 Euro jährlich. Nach einigen Jahren der Berufserfahrung liegt das durchschnittliche Einkommen bei 54.000 bis 60.000 Euro pro Jahr. Noch einmal deutlich höher fällt das Gehalt aus, wenn die Ingenieure / Ingenieurinnen eine Führungsaufgabe übernehmen. Je nach Unternehmensgröße und Branche sind dann bis zu 120.000 Euro Jahresgehalt möglich.
Ingenieure / Ingenieurinnen genießen allgemein ein hohes Ansehen. Für Luft- und Raumfahrtingenieure/-innen gilt dies noch viel mehr, beschäftigen sie sich doch mit einer Materie, die viele Menschen schon von Kindesbeinen an fasziniert.
Die Absolventen / Absolventinnen sehen sich hervorragenden Berufschancen gegenüber. Gut ausgebildete Luft- und Raumfahrtingenieure/-innen sind international sehr gefragt. Sie arbeiten beispielsweise bei Fluggesellschaften, in der Raumfahrt, in internationalen Raumfahrtbehörden, an Flughäfen, in Forschungseinrichtungen, in der Zulieferindustrie oder auch im Metallbau. Sie entwickeln neue Komponenten für Fluggeräte (z. B. Triebwerke, Tragflächen) und überwachen deren Herstellung.
Wer Luft- und Raumfahrttechnik studieren möchte, sollte sich auf die üblichen Kosten einstellen, die mit einem Studium einhergehen. Die Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen variieren je nach Bundesland. An privaten Hochschulen liegen diese allerdings meist deutlich höher. Bei dualen Studiengängen werden sie häufig von den Ausbildungsbetrieben übernommen. Die individuellen Lebenshaltungskosten hängen vom Wohnort sowie vom persönlichen Lebensstil ab. Die Studierenden sollten sich außerdem darauf einstellen, dass sie tendenziell mehr Geld als andere in Fachliteratur investieren müssen.