Gesellschaft & Soziales
Alt-Katholische und Ökumenische Theologie Master of Arts
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Berufe & Zukunft
Wohin das Studienfeld Evangelische Theologie typischerweise führt – Gehalt, Zukunftssicherheit und Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe, auf Basis amtlicher Daten der Bundesagentur für Arbeit und des IAB.
Wohin dieses Studienfeld typischerweise führt – und was man dort verdient. Grundlage sind 2 typische Zielberufe aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Studium und Beruf sind kein 1:1-Verhältnis, deshalb zeigen wir eine Spanne über mehrere Wege statt einer Einzelprognose.
Median brutto/Monat je Phase über die typischen Zielberufe. „Oberes Viertel" = oberes Gehaltsquartil (erfahrene Kräfte). Die amtlichen Werte sind an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt – echte Führungs- und Vorstandsgehälter liegen darüber und sind hier nicht enthalten.
Substituierbarkeitspotenzial nach IAB über die Zielberufe. Das misst die technische Automatisierbarkeit von Tätigkeiten – keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat je Beruf; Substituierbarkeit: IAB), Stand: 07/2026. Wir zeigen 3–5 typische Zielberufe als Spanne, nie „den" einen Beruf – ein Studienfeld führt in unterschiedliche Tätigkeiten.
Wie viel Zukunftssicherheit willst du – und wie viel Gehalt? Jeder Punkt ist ein typischer Zielberuf dieses Studienfelds. Zieh am Regler, um zu sehen, welcher Beruf zu deiner Risikobereitschaft passt.
Bietet das höchste Gehalt und die höchste Zukunftssicherheit.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat) und IAB (Substituierbarkeit als Maß der technischen Automatisierbarkeit – keine Jobverlust-Prognose), Stand: 2026. Zukunftssicherheit = 100 − Substituierbarkeit. Gezeigt werden die typischen Zielberufe mit verifizierten IAB-Werten; die Achsen sind auf diese Berufe gezoomt.
Wie sich der Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe entwickelt – offene Stellen, Gehalt und Beschäftigung im Zeitverlauf, dazu die prägenden Themen. Grundlage ist der IAB-Job-Futuromat.
Themen, die die typischen Zielberufe prägen – als Orientierung, worauf das Studienfeld inhaltlich vorbereitet. „Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit (IAB), keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: IAB-Job-Futuromat (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Stand: 2024. Die Verlaufs-Kacheln zeigen je einen benannten typischen Zielberuf, nie berufsübergreifend gemischte Zeitreihen.
Der Fachbereich Theologie setzt sich mit der Erforschung von Glaubensinhalten auseinander. Dabei geht es in deutschen Studiengängen überwiegend um christliche Religionen, also die katholische und die evangelische Theologie. Inhaltlich untersuchen die Studierenden die Wurzeln und die Entwicklung der Religionen und erarbeiten den Stellenwert, den diese in der heutigen Zeit haben.
Die Theologie ist sehr häufig mit anderen Fachbereichen verknüpft. Die Inhalte lassen viele Parallelen zur Philosophie, Psychologie, Geschichtswissenschaft und Soziologie erkennen. Sehr häufig zielen die Studierenden auf eine Tätigkeit als Pfarrer oder als Lehrer ab. Es gibt aber darüber hinaus auch andere Berufsmöglichkeiten für Theologen.
Die theologischen Fakultäten Deutschlands blicken auf eine lange Tradition zurück. Viele bestehen schon seit einigen Jahrhunderten und haben einige Reformen hinter sich gebracht, von der Reformation über die Aufklärung bis hin zum Luthertum. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildete sich die Gliederung in fünf Disziplinen heraus, die so auch heute noch gültig ist: Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Praktische Theologie.
An diesen Inhalten sollten Sie ein persönliches Interesse mitbringen, damit Ihnen das Studium möglichst gut gelingt.
Der Fachbereich Theologie ist für Menschen geeignet, die ein reges Interesse für den Glauben und Gott mitbringen und sich damit wissenschaftlich beschäftigen möchten. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion ist ebenso gefragt wie das Einfühlungsvermögen für andere Menschen. Besonders wichtig ist für Theologiestudenten / Theologiestudentinnen, dass sie sich für Sprachen interessieren. Je nach Studienvariante und -ziel sind zumindest das Latinum, mitunter aber auch das Graecum und/oder das Hebraicum, also die Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch, erforderlich. Diese können bei Bedarf während des Studiums nachgeholt werden. Dadurch verlängert sich aber die Studiendauer. Interessierte sollten außerdem Freude daran haben, sich mit philosophischen oder theologischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Studiengänge im Fachbereich Theologie sind überwiegend als Präsenz-Vollzeitlehrgänge konzipiert. Auch Fernstudiengänge werden angeboten. Berufsbegleitende Studiengänge sind insbesondere im Bereich der Masterstudiengänge üblich. Duale Studiengänge werden in diesem Fachbereich nicht angeboten. Theologie-Studienprogramme werden an vielen Hochschulen in ganz Deutschland angeboten, sodass Interessierte in der Regel einen Studienplatz in der Nähe bekommen können. In Deutschland gibt es rund 60 theologische Fakultäten, die sich je zur Hälfte auf evangelische und katholische Einrichtungen verteilen.
Der Fachbereich Theologie zeichnet sich durch zahlreiche Studienrichtungen aus, von denen hier beispielhaft einige genannt seien:
Der Fachbereich Lehramt ist stark durch seine in den Studiengängen angebotenen Fächer sowie die Wahl der Schulform segmentiert. Sowohl die Universitäten als auch die Bundesländer schränken die Fächerkombinationen dabei ein. Grundsätzlich müssen Studierende in der Regel zwei Fächer wählen. So entsteht eine Vielzahl von Studiengängen, die den an den verschiedenen Schulen gelehrten Fächern entspricht. Zusätzlich bieten die Universitäten im Fachbereich Lehramt noch Studiengänge für Berufsschullehrkräfte oder Sonderpädagogik sowie verschiedene andere pädagogisch ausgerichtete Studiengänge an.
Die Vorgaben für das Studium im Fachbereich Lehramt unterschieden sich zwischen den Bundesländern zum Teil stark. Die meisten Studiengänge sind inzwischen als Bachelor- und Masterstudiengänge aufgebaut. Der Abschluss mit dem Staatsexamen weicht daher immer mehr dem Master of Education, der einen Bachelor of Arts mit Lehramtsoption oder einen Bachelor of Education voraussetzt. Alle Studiengänge sind jedoch reine Präsenzstudiengänge. Es gibt weder ein Fernstudium noch gibt es eine duale Ausbildung, um Lehrerin oder Lehrer zu werden.
Das Gehalt von Pfarrern / Pfarrerinnen richtet sich nach dem Bundesbesoldungsgesetz, konkret nach der Bundesbesoldungsordnung A. Sie werden im Einstiegsamt in die Besoldungsgruppe A 13 eingruppiert, was je nach Dienstalter ein Gehalt von 3.970 bis 5.100 Euro bedeutet. Erfolgt später die Eingruppierung in A14, kann das Einkommen im Laufe der Zeit auf bis zu 5.550 Euro monatlich ansteigen. Sie erhalten zudem häufig weitere Leistungen und müssen nur wenige Abzüge von ihrem Gehalt hinnehmen.
Werden Theologen / Theologinnen stattdessen als Lehrer / Lehrerin tätig, richtet sich ihre Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TV-L). Hier können sie mit einem Einkommen von rund 2.500 bis 4.000 Euro monatlich rechnen.
Wenn es um den Ruf des Theologen / der Theologin in der Gesellschaft geht, denken die meisten Menschen ausschließlich an Pfarrer / Pfarrerinnen. Das Institut für Demoskopie Allensbach (Bodensee) erfasst jährlich das Ansehen verschiedener Berufsgruppen. Demzufolge ist das Ansehen von Pfarrern / Pfarrerinnen in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark gesunken. Während 1975 noch 49 Prozent der Bundesbürger den Beruf zu jenen zählten, die sie besonders achteten, ist dieser Wert zwischenzeitlich auf 29 Prozent (2013) gesunken. Auffällig ist, dass das Ansehen von Theologen / Theologinnen in den westlichen Bundesländern deutlich höher ist als in den neuen Bundesländern, was auf die deutlich geringere Anzahl an Kirchenmitgliedern in den östlichen Bundesländern zurückzuführen sein dürfte. Dass das Ansehen der Pfarrer insgesamt abnimmt, könnte einerseits an dem in der heutigen Gesellschaft eher rückläufigen Interesse am christlichen Glauben, andererseits aber auch an verschiedenen Skandalen liegen, die dem Ruf der katholischen Kirche in den letzten Jahren massiven Schaden zugefügt haben.
Je nach Berufswunsch sieht der Arbeitsmarkt für die Absolventen / Absolventinnen eines Theologie-Studiums gut bis rosig aus. In der katholischen Kirche werden zwar aufgrund von Sparmaßnahmen bereits seit Jahren regelmäßig Stellen gestrichen. Da allerdings deutlich zu wenig Nachwuchs vorhanden ist, finden angehende Pfarrer in Deutschland ebenso wie auch in deutschen Gemeinden im Ausland gut eine Anstellung. Noch besser sieht es in der evangelischen Kirche aus, wo viele Pfarrer in Rente gehen. Hier haben die Absolventen / Absolventinnen allerdings auch deutlich mehr „Konkurrenz“.
Theologen / Theologinnen sind außerdem in der Erwachsenenbildung, bei verschiedenen Medien, bei Unternehmensberatungen oder auch im Personalwesen gefragt. Hier konkurrieren sie allerdings mit Geistes- und Sozialwissenschaftlern.
Welche Kosten das Theologie-Studium konkret verursacht, ist je nach Situation unterschiedlich. Wie hoch die Lebenshaltungskosten, Studiengebühren und Materialkosten ausfallen, hängt insbesondere davon ab, wo die Studierenden eingeschrieben sind und wohnen. Studieren sie an einer privaten Hochschule, müssen sie beispielsweise mit deutlich höheren Studiengebühren rechnen als an öffentlichen Hochschulen. Durch die mitunter lange Dauer des Studiums – neun bis zehn Semester sind durchaus üblich – entstehen im Theologie-Studium verglichen mit kürzeren Studiengängen relativ hohe Kosten. Zudem müssen die Studierenden hier mit einem erhöhten Aufwand für Fachliteratur rechnen.