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Betriebswirtschaft - Management im Gesundheitswesen Bachelor
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Berufe & Zukunft
Wohin das Studienfeld Gesundheitsmanagement, -ökonomie typischerweise führt – Gehalt, Zukunftssicherheit und Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe, auf Basis amtlicher Daten der Bundesagentur für Arbeit und des IAB.
Gehalt und Perspektive für dieses Studienfeld, abgeleitet aus 1 typischen Zielberufen im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Statt Scheingenauigkeit nennen wir Median-Spannen über mehrere Berufswege – ein Studiengang ist kein Einzeljob.
Median brutto/Monat je Phase über die typischen Zielberufe. „Oberes Viertel" = oberes Gehaltsquartil (erfahrene Kräfte). Die amtlichen Werte sind an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt – echte Führungs- und Vorstandsgehälter liegen darüber und sind hier nicht enthalten.
Substituierbarkeitspotenzial nach IAB über die Zielberufe. Das misst die technische Automatisierbarkeit von Tätigkeiten – keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat je Beruf; Substituierbarkeit: IAB), Stand: 07/2026. Wir zeigen 3–5 typische Zielberufe als Spanne, nie „den" einen Beruf – ein Studienfeld führt in unterschiedliche Tätigkeiten.
Ein Blick auf die Arbeitsmarkt-Trends hinter diesem Studienfeld: wie viele Stellen offen sind, wie sich Gehalt und Beschäftigung bewegen und welche Zukunftsthemen die Zielberufe bestimmen (Quelle: IAB-Job-Futuromat).
Themen, die die typischen Zielberufe prägen – als Orientierung, worauf das Studienfeld inhaltlich vorbereitet. „Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit (IAB), keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: IAB-Job-Futuromat (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Stand: 2024. Die Verlaufs-Kacheln zeigen je einen benannten typischen Zielberuf, nie berufsübergreifend gemischte Zeitreihen.
Inhaltlich oder im Abschluss verwandt – nach Ähnlichkeit sortiert.
Durch die demografische Entwicklung steht das Gesundheitssystem vor immer neuen Herausforderungen. In diesem Zusammenhang reformiert die Politik regelmäßig Gesetzesgrundlagen, sodass insbesondere die Einrichtungen sich immer wieder anpassen müssen. Speziell der Kostendruck wird immer größer. Im Fachbereich Management im Gesundheitswesen bieten die Hochschulen Studiengänge an, die Führungspersonal auf die Aufgabe vorbereitet, sowohl das Kostenmanagement, als auch das Patientenmanagement zu bewältigen.
Darüber hinaus beschäftigen sich einige Studiengänge wie Public Health mit Entwicklungen innerhalb des Gesundheitssystems. Dabei streifen diese Studiengänge den allgemeineren Fachbereich der Gesundheitswissenschaften.
Eine Allgemeine Hochschulreife (Abi) ist von wesentlicher Bedeutung für ein Bachelorstudium. Anders als bei anderen Studiengängen gibt es keine strengen Zulassungskriterien zu beachten. In der Regel bietet die Hochschule genügend Studienplätze für alle Bewerber an.
Falls Sie kein Abitur haben, ist das nicht das endgültige Aus für eine akademische Karriere. Eine abgeschlossene Ausbildung in Verbindung mit mehrjähriger Berufserfahrung kann auch zur Zulassung zum Studium berechtigen. Ihre Zulassung wird von der Hochschule individuell entschieden.
Die Studiengänge im Fachbereich sind in der Regel sehr interdisziplinär ausgerichtet. Daher sollten Studierende ein breites Interessengebiet mitbringen. Insbesondere sollten sie über folgende Eigenschaften verfügen:
Entstehen besondere Kosten in den Studiengängen des Managements im Gesundheitswesen?
Studierende müssen im Fachbereich Management im Gesundheitswesen nicht mit besonderen Kosten durch Bücher oder Materialien rechnen. Neben Semesterbeiträgen können jedoch in einzelnen Bundesländern Studiengebühren anfallen. Außerdem bieten auch private Institutionen Studiengänge im Fachbereich an. Diese berechnen besondere Studiengebühren.
Die Angebote im Fachbereich Management im Gesundheitswesen sind trotz einer klaren Begrifflichkeit in der Ausrichtung relativ heterogen. Im Mittelpunkt stehen Studiengänge, die in ihrer Bezeichnung der des Fachbereichs sehr ähneln. Allerdings gehören auch weitere Studiengänge wie Public Health bzw. Gesundheitswissenschaften, Sozialmanagement, Versorgungsmanagement im Gesundheitssystem oder Health & Society dazu.
Die Studiengänge im Fachbereich sind sehr heterogen organisiert. Viele der Angebote sind Aufbaustudiengänge oder richten sich an Studierende mit fachlichen Vorkenntnissen. Der praktische Bezug zeigt sich auch an der relativ großen Zahl von Studiengängen, die als duales Studium konzipiert sind. Außerdem gibt es Angebote als Fernstudium. Die klassischen Universitäten bieten ihre Studiengänge dagegen überwiegend als Präsenzstudiengänge an. Der typische Abschluss ist der Bachelor bzw. der Master of Arts.
Den Studiengang Gesundheitsmanagement bieten unter anderem die SRH Fernhochschule Riedlingen und die Hochschule Wismar an. Einen Aufbaustudiengang zum Master of Health Management können Interessierte an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft belegen. Darüber hinaus existiert eine Reihe weiterer Angebote für Fernstudiengänge.
Ein beachtlicher Teil der Studiengänge ist als duales Studium konzipiert. Unter anderem bietet die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwennigen Sozialwirtschaft und Angewandte Gesundheitswissenschaften als duales Studium an. Gesundheitsmanagement können Interessierte unter anderem an der Internationalen Hochschule Bad Honnef (University of Applied Sciences) als Duales Studium absolvieren. Insgesamt ist der Aspekt von berufsbegleitenden und praxisnahen Angeboten in diesem Fachbereich besonders groß.
https://www.youtube.com/watch?v=HSIBF3kDaE8Gesundheitspsychologie wird als eigenständiger Studiengang fast nur an privaten Hochschulenangeboten. Zahlreiche staatliche Universitäten bieten jedoch psychologische Studiengänge mit einem Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitspsychologie.
Da das Berufsbild sehr heterogen ist, sind konkrete Gehaltsangaben schwierig. Als Einrichtungsleitung können Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager mit einem guten Gehalt rechnen, das vom Arbeitgeber und der Einrichtungsgröße abhängt. So zahlen Sozialverbände in der Regel relativ wenig, während große Arbeitgeber der freien Wirtschaft wie überregionale Einrichtungsbetreiber, Versicherungen oder Pharmaunternehmen durchaus Bruttogehälter von 5.000 Euro und aufwärts zahlen.
In Spitzenpositionen bei Krankenkassen, Versicherungen und Verbänden können qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber sogar vereinzelt sechsstellige Jahresgehälter erwarten. An Universitäten und im öffentlichen Dienst sind je nach Studiengang und Stelle Gehälter zwischen 2.600 und ca. 5.500 Euro möglich.
Grundsätzlich verdienen Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager etwas mehr als Gesundheitsökonominnen und Gesundheitsökonomen, da sie spezieller ausgebildet sind. Ein Masterabschluss ist bei der Gehaltseinstufung ebenfalls ein Vorteil und kann einige Hundert Euro mehr bedeuten. Die Einstiegsgehälter liegen im Vergleich zu anderen Studiengängen relativ niedrig. Je nach Position können Absolventinnen und Absolventen hier mit bis zu ca. 2.500 Euro rechnen.
Das Berufsbild Gesundheitsmanagerin oder Gesundheitsmanager ist noch relativ neu. Daher können viele Menschen eher mit der konkreten Stellenbeschreibung etwas anfangen. Eine Krankenhausmanagerin oder ein Leiter eines Pflegeheims hat einen einer Person aus der Geschäftsführung vergleichbaren Status. Ähnliches gilt abgeschwächt für Stellen bei einer Krankenkasse oder einem Consultingunternehmen. Absolventinnen und Absolventen, die in die Forschung und Lehre wechseln, können sich ebenso über Anerkennung freuen. Denn die Anstellung bei einem Bildungsträger rückt sie in eine Linie mit Professorinnen und Professoren, zumindest aber Dozentinnen und Dozenten.
Es gibt derzeit einen Mangel an gut ausgebildeten Führungskräften im Gesundheitswesen. Daher haben Absolventinnen und Absolventen kurzfristig sehr gute Berufsaussichten. Da der demografische Wandel und der Kostendruck zu einer immer strafferen betriebswirtschaftlichen Führung von Gesundheitseinrichtungen führt, können sie besonders auf eine leitende Funktion in einem Heim oder Krankenhaus hoffen. Zugleich steigt der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften bei Krankenkasse, bei Verbänden, privaten Versicherungen, aber auch im Gesundheitstourismus und in der Pharmaindustrie. Wichtig ist jedoch, das viele Stellen nur spezialisierten Absolventinnen und Absolventen offen stehen. Aus diesem Grund sollten sich die Studierenden nicht nur durch den konkreten Studiengang festlegen, sondern frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen.
Schon seit vielen Jahren decken Fachbereiche wie Medizin, Soziologie, Politik und Wirtschaftswissenschaften einzelne Teile des relativ neuen Fachbereichs Gesundheitswissenschaften mit ab. Dieser hat eine weitere Wurzel in der Gesundheitssystemforschung, die in Deutschland durch die NS-Zeit eine unrühmliche Vergangenheit hat. Aus diesen Wissenschaftssträngen entwickelte sich langsam ein neuer Fachbereich, der stark interdisziplinär ausgerichtet ist und je nach Universität politisch-soziologische, medizinische oder ökonomische Schwerpunkte hat: der Fachbereich Management im Gesundheitssystem. Die ersten Vorläufer sind erst ca. Mitte der 1990er-Jahre entstanden. Nach der Jahrtausendwende gab es einen starken Anstieg der Angebote.