BachelorTechnik & Ingenieurwesen
Bio- und Prozess-Ingenieurwesen / Verfahrenstechnik Bachelor
Trier H · Trier
115 passende Studiengänge in unserem Verzeichnis
BachelorTechnik & Ingenieurwesen
Trier H · Trier
Technik & Ingenieurwesen
Amberg-Weiden OTH · Amberg
Bachelor
BachelorNaturwissenschaften
Bayreuth U · Bayreuth
BachelorTechnik & Ingenieurwesen
Frankfurt am Main FH · Frankfurt am Main
Naturwissenschaften
Kaiserslautern-Landau RPTU · Kaiserslautern
Technik & Ingenieurwesen
Kaiserslautern-Landau RPTU · Kaiserslautern
BachelorTechnik & Ingenieurwesen
Frankfurt am Main FH · Frankfurt am Main
Berufe & Zukunft
Wohin das Studienfeld Verfahrenstechnik typischerweise führt – Gehalt, Zukunftssicherheit und Arbeitsmarkt der typischen Zielberufe, auf Basis amtlicher Daten der Bundesagentur für Arbeit und des IAB.
Was verdient man mit diesem Studienfeld? Wir stützen uns auf die amtlichen Median-Gehälter von 1 typischen Zielberufen (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit) und weisen sie als ehrliche Spanne aus – denn ein Studium mündet selten in genau einen Beruf.
Median brutto/Monat je Phase über die typischen Zielberufe. „Oberes Viertel" = oberes Gehaltsquartil (erfahrene Kräfte). Die amtlichen Werte sind an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt – echte Führungs- und Vorstandsgehälter liegen darüber und sind hier nicht enthalten.
Substituierbarkeitspotenzial nach IAB über die Zielberufe. Das misst die technische Automatisierbarkeit von Tätigkeiten – keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Median-Bruttoentgelt/Monat je Beruf; Substituierbarkeit: IAB), Stand: 07/2026. Wir zeigen 3–5 typische Zielberufe als Spanne, nie „den" einen Beruf – ein Studienfeld führt in unterschiedliche Tätigkeiten.
Nachfrage, Gehaltsverlauf und Beschäftigung der typischen Zielberufe, abgeleitet aus den amtlichen Zeitreihen des IAB-Job-Futuromat – plus die Technologien und Tätigkeiten, die den Beruf prägen.
Themen, die die typischen Zielberufe prägen – als Orientierung, worauf das Studienfeld inhaltlich vorbereitet. „Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit (IAB), keine Jobverlust-Prognose.
Quelle: IAB-Job-Futuromat (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Stand: 2024. Die Verlaufs-Kacheln zeigen je einen benannten typischen Zielberuf, nie berufsübergreifend gemischte Zeitreihen.
Inhaltlich oder im Abschluss verwandt – nach Ähnlichkeit sortiert.
Bachelor36 % ähnlich
Bachelor36 % ähnlichVerfahrenstechnik und Chemieingenieurswesen sind eng miteinander verwandt. Das Chemieingenieurwesen thematisiert die Umwandlung von Stoffen und deren Skalieren auf Produktionsniveau. Die Verfahrenstechnik greift dieses auf und bietet zusätzlich Wissen über den Maschinenbau.
Bei ähnlichen Grundlagen beinhaltet die Verfahrentechnik eher das Wissen über die erforderlichen Produktionsabläufe zur Umwandlung von Stoffen, während das Chemieingenieurswesen den Stoffumwandlungsprozess selbst thematisiert. Die verschiedenen Schwerpunkte bedeuten auch, dass sich Interessierte über die Ausgestaltung der einzelnen Studiengänge im Fachbereich Verfahrenstechnik/Chemieingenieurswesen informieren sollten.
Im Fachbereich Verfahrenstechnik/Chemieingenieurswesen bieten die Hochschulen eine Vielzahl an Studiengängen an. Die Unterschiede sind dabei jenseits der beiden Hauptströme gering. Dennoch gibt es deutlich Abweichungen der Bezeichnungen. Diese reichen von Angewandte Kunststofftechnik und Pharmatechnik über Umwelt- und Recyclingtechnik sowie Chemische Technologie bis hin zu den klassischen Studiengängen Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik samt spezialisierter Zuschnitte.
Studierende können Chemieingenieurswesen und Verfahrenstechnik an der Fachhochschule und an der Universität belegen. Die meisten Angebote beinhalten ein grundständiges Präsenzstudium. Das heißt, die Studierenden müssen anwesend sein.
Wegen des großen Praxisanteils existieren kaum Fernstudiumangebote. Die private Wilhelm Büchner Hochschule in Pfungstadt bietet aber beispielsweise den Bachelorstudiengang Chemische Verfahrenstechnik an. Die Hochschule Anhalt bietet ein Bachelorabschluss per Fernstudium in Verfahrenstechnik.
Sehr wenige Studiengänge sind als duales Studium bzw. als berufsbegleitendes Abendstudium konzipiert. Dabei handelt es sich zum Teil um Angebote privater Hochschulen, für die Studierende zusätzliche Kosten einkalkulieren müssen.
Die Studiengänge im Fachbereich Verfahrenstechnik/Chemieingenieurswesen sind interdisziplinär ausgerichtet. Daher sollten Studierende ein breites Interesse für Naturwissenschaften und Technik sowie den Blick über den Tellerrand mitbringen. Besonders vorteilhaft sind folgende Eigenschaften:
Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechniker bzw. Chemieingenieurinnen und Chemieingenieure können mit einem guten Einstiegsgehalt um 45.000 Euro rechnen. Allerdings ist dieses Gehalt stark vom eigenen Abschluss, der Region, der Größe des Arbeitgebers sowie der Branche abhängig. Die Schwankungen sind hier enorm. Um selbst die besten Grundlagen zu legen, sollten die Studierenden einen Masterabschluss und ggf. eine Promotion ins Auge fassen sowie sich ortsunabhängig bewerben.
Mit wachsender Berufserfahrung und mit Verantwortung für Projekte und Personal können die Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechniker bzw. Chemieingenieurinnen und Chemieingenieure mit schnell steigenden Gehältern rechnen. In gehobenen Positionen sind Jahreseinkommen von 75.000 bis 90.000 Euro üblich.
Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechniker bzw. Chemieingenieurinnen und Chemieingenieure gehören zur Ingenieursberufsgruppe. Diese genießt in Deutschland traditionell ein sehr hohes Ansehen. Das gilt auch für diesen Bereich. Allerdings kommt es sehr auf den Arbeitsbereich an. Denn chemische Produktionsabläufe sehen Teile der Bevölkerung kritisch. Hier wirken Umweltgedanken in das Ansehen hinein. So müssen Fachkräfte der Petrochemie sich immer wieder rechtfertigen, während Beschäftigte im Bereich der Umwelttechnik auf positive Resonanz für ihre Arbeit stoßen. Darüber hinaus schätzt die Gesellschaft die Verantwortung und Mitarbeit an komplexen Produktionsabläufen als Teil der Ingenieurkunst sehr.
Die meisten Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechniker bzw. Chemieingenieurinnen und Chemieingenieure arbeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion. In beiden Bereichen sind Verfahrenstechnik und Chemieingenieurswesen eng miteinander verzahnte Disziplinen.
Der Bedarf an Fachkräften steigt, da die Automatisierungsprozesse und Produktionsverfahren immer komplexer werden. Auch der Bedarf an Umwelttechnik steigt, sodass die Wirtschaft hierfür weiter zusätzliche Fachkräfte benötigt. Zusätzlich entstehen in der Bio- und Nanotechnologie neue Berufschancen. Das führt auch langfristig zu guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit an Überangebot an Fachkräften bestand, der sich aufgrund des demografischen Wandels sowie einer deutlich geringeren Zahl von Absolventinnen und Absolventen ins Gegenteil verkehrt.
Obwohl die Wirtschaft Fachkräfte mit universellen Kenntnissen benötigt, ist es für Studierende ratsam, zusätzlich Know-how in Betriebswirtschaftslehre, Informationstechnologie und Regelungstechnik aufzubauen. Dieses Fachwissen ist die Eintrittskarte in gehobene Positionen. Neben Unternehmen der Chemieindustrie sind unter anderem die der Lebensmittelindustrie, der Papierindustrie, der Automobilbranche, des Anlagenbaus, der Pharmaindustrie und der Umwelttechnik typische Arbeitgeber.
Obwohl die Begriffe relativ modern klingen, ist speziell die Verfahrenstechnik als angewandtes Wissen von der Umwandlung von Stoffen sehr alt. Das Brennen von Ton, das Gären von Früchten zu Alkohol oder das Schmelzen von Erz zu Metall sind typische Vorgänge, die auf Verfahrenstechnik basieren, und mehrere Tausend Jahre alt. Damit ist die Verfahrenstechnik eine der ältesten Techniken der Menschheit.
Die wissenschaftliche Lehre der Verfahrenstechnik und des Chemieingenieurwesens ist dagegen noch jung. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts gründete Hochschulen wie die Technische Universität Braunschweig im Zuge der steigenden Bedeutung der Chemie für die Wirtschaft erste Institute im Fachbereich. Das ist überraschend spät, denn in Deutschland gab es schon früh eine Entwicklung zur Kombination von wissenschaftlicher Technologie und Chemie. Daraus gingen Ende des 19. Jahrhunderts Lehrstühle für chemische Technologie an sehr vielen deutschen Hochschulen hervor. Dennoch folgte der Schritt zur Verfahrenstechnik und damit zum Chemieingenieurwesen an den Universitäten erst deutlich nach denen in den USA, Großbritanniens und Japans. Erste wichtige Zwischenetappe war die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Chemisches Apparatewesen im Jahr 1926. Erst danach entstand nach und nach der Fachbereich Verfahrenstechnik/Chemieingenieurswesen an den deutschen Universitäten.